The Shores of Freedom

Kopfhörer auf, Welt aus und irgendwie macht mich die Musik nicht leicht. Seit wann macht die Musik mich nicht mehr leicht? Federleicht tanzt sie doch aus den Kopfhörern, tanzt sie in meinen Kopf, tanzt sie in meinem Kopf. Legt sich, wie Honig, drückt ihn nieder. Müde sinkt er zur Seite. Wörter singen mir von Liebe, tief wie die See und von den Ufern der Freiheit, wo niemand lebt. Von falschen Wünschen und erwachenden Träumen und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Und dann wird der Kopf ganz schwer, während die Sonne versucht, den Mond zu besiegen. Und ich will dir folgen. Und ich frage mich, seit wann die Musik mich nicht mehr leicht macht. Frage mich, warum die Musik mich nicht mehr leicht macht. Frage mich, wieso der Kopf ganz schwer wird. Frage mich, was die Ufer der Freiheit sind. Und wieso ich dort nicht sein kann. Frage mich nichts mehr, denn der Kopf ist voll mit Musik. Sitze nur noch da und fühle mich schwer. Und weit weg von der Freiheit. Wundere mich nicht mehr. Sitze. Fühle. Schweige. Den Blick aus dem Fenster, wo der Himmel liegt. Ein Himmel, wie er sicher auch über den Ufern der Freiheit liegt. Ein Himmel, so weit weg.

Und in einem Anflug von bittersüßen Masochismus drücke ich den 'Replay'-Knopf.

26.8.10 20:30

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